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Interview mit Matcha Hazuki

Mangaka von One Week Friends

Da wir das Werk One Week Friends von Matcha Hazuki als ein besonderes Werk betrachten, haben wir gemeinsam mit Carlsen Manga ein Interview mit der Mangaka geführt.

Vielen Dank an dieser Stelle an Hazuki-sensei, die sich Zeit für unsere Fragen genommen hat, als auch an Carlsen Manga, die das Ganze mit uns organisiert haben. Nachfolgend werden wir einfachheitshalber Matcha Hazuki mit Hazuki und uns selbst mit JPC abkürzen.

Die Reihe One Week Friends ist mit 7 Bänden abgeschlossen und ist komplett bei Carlsen Manga erhältlich. Aktuell arbeitet Hazuki-sensei an ihrer neuen Reihe To be what I am.


JPC: Vielen Dank, dass Sie sich mit uns für dieses kurze Interview Zeit nehmen, Hazuki-Sensei. Ihr Werk kommt auch hier in Deutschland gut an.

Hazuki: Danke! Das freut mich sehr!

JPC: Wie sind Sie in die Manga-Szene gekommen und wie waren die Anfänge hier für Sie?

Hazuki: In meiner Kindheit hatte ich schon Spaß am Zeichnen. Das wurde irgendwann Manga. Früher mochte ich sehr Mahojin Guru Guru von Hiroyuki Eto. Auch deswegen habe ich mich bei dem Verlag Square Enix mit meinem Manga beworben und mein jetziger Editor hat mich kontaktiert. Es war vor meiner Familie ein Geheimnis, dass ich Manga zeichne. Durch den Anruf wurde es meinen Eltern aber bekannt. Da ich damals Student war, sagten sie mir: „Probiere es aus, solang dein Studium nicht vernachlässigt wird!”.

JPC: Ihr neustes Werk ist To be what I am. Können Sie dies vielleicht kurz vorstellen und sagen, inwiefern es sich von One Week Friends unterscheidet?

Hazuki: One Week Friends war ein Werk, in dem man durch Yuki usw. nachdenkt, was ein Freund ist. Bei To be what I am. geht es hingegen darum, was ich bin. Dieser Wert beschäftigt sich etwa so mit Fragen: Wo bleibt das Selbst, das ich bestätigen könnte, wenn es jemanden gäbe, der wie ich gleich aussieht? Wodurch erkennen mich die Leute für mich?

JPC: Ihr Werk hat im Jahre 2014 eine Anime-Umsetzung erhalten. Wie war dies für Sie? Was waren Ihre ersten Gedanken dazu? Sind Sie mit der Umsetzung zufrieden?

Hazuki: Ich bin wirklich dankbar, dass es mit der Anime-Umsetzung sehr großartig wurde. Auch Charas wurden außergewöhnlich sorgfältig gezeichnet und das Layout war von Herzen gearbeitet, wodurch ich mich mit dem Werk sehr geschätzt gefühlt habe.

JPC: Der Manga One Week Friends enthält anfangs sehr viele Zeichnungen im 4-koma-Stil. Möchten Sie uns Ihre Intention dahinter verraten? Was fällt Ihnen leichter?

Hazuki: Der 4-koma-Stil wird verwendet, wenn es um die lustigen Szenen geht. Wenn die Story seriös werden sollte, dann zeichnete ich es im normalen Stil. Da das Thema eher seriös ist, habe ich mich mit den lustigen Szenen im 4-koma-Stil versucht, damit die Leser auch Spaß haben könnten. Bis One Week Friends habe ich nur im 4-koma-Stil gezeichnet. Mit dem normalen Stil in den ersten Storyboards musste ich mir viel Mühe geben.

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JPC: Woher hatten Sie die Inspiration für die Story von One Week Friends? Durch den wöchentlichen Gedächtnisverlust von Freundschaft ist es ja schon etwas speziell. Hat Ihr Werk eine spezielle Message übermitteln sollen?

Hazuki: Ich habe immer nachgedacht, was für eine Stimmung der Manga haben soll. Friedlich aber auch mit „Stacheln”, so habe ich die Ideen mit meinem Editor weiterentwickelt. Eine spezielle Message? Gute Frage… Ich habe es auf jeden Fall so versucht, dass man nach der Lektüre motivierter wird.

JPC: Gibt es einen Charakter aus One Week Friends, mit dem Sie sich besonders identifizieren? Wieso ist das so?

Hazuki: Ein Charakter, mit dem ich gerne befreundet wäre, wäre Yuki. Mit ihm würde ich gern Videospiele spielen!

JPC: In One Week Friends wirkt es ja fast ein wenig so, als seien Yuki und Kaori nach dem Überwinden des Ansprechens recht unverändert – also deren Freundschaft entwickelt sich nicht wirklich weiter. Gefühlt machen also nur ihre Freunde wirkliche Fortschritte was Freundschaft betrifft. War diese Darstellung beabsichtigt und was war Ihre Intention dahinter? Oder liegt es vielleicht nur daran, dass wir das Ganze falsch betrachten?

Hazuki: Ich überlasse den Lesern, wie sie es interpretieren. Was ich als Einziges sagen kann, ist, dass der Titel One Week Friends mit einem „Punkt“ endet. D.h. auch wenn sich die Beziehung weiterentwickelt hat, würde sie also nur noch als gute Freundschaft bleiben. Mehr dürften die Leser weiter vermuten.

JPC: Wie ist es für Sie zu sehen, dass Ihr Werk beispielsweise auch bei uns in Deutschland veröffentlicht wird? Sind Sie froh, Ihre Geschichte mit der ganzen Welt teilen zu können?

Hazuki: Ja, ich bin damit sehr froh und erkenne erneut, dass die Meinung zu Freunden auf der ganzen Welt gleich ist!

JPC: Haben Sie ein spezielles Ritual, dem Sie beim Zeichnen oder vor dem Zeichnen nachgehen?

Hazuki: Neulich singe ich gern meine Lieblingslieder beim Zeichnen.

JPC: Haben Sie zum Abschluss ein paar Worte an Ihre deutschen Fans?

Hazuki: Liebe Leser in Deutschland! Danke, dass Sie One Week Friends und eventuell auch To be what I am. lesen! Wenn Sie durch die Lektüre die Werte erkennen würden, wie wichtig die Freunde und das Stolz-Sein auf sich selbst sind, wäre ich sehr glücklich!

JPC: Vielen Dank für das Interview Hazuki-Sensei!

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