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Interview mit Hiroji Mishima

Mangaka von High School DxD

Im Rahmen des Anime Festival Freiburg hatten wir die Gelegenheit den Stargast Hiroji Mishima zu interviewen. Hierbei handelt es sich um den Mangaka von Highschool DxD.

Vielen Dank an das Anime Festival Freiburg für die Gelegenheit ein Interview mit Herrn Mishima zu führen. Einen herzlichen Dank geht auch an Herrn Sakai, der uns für das Interview und für den Aufenthalt von Hiroji Mishima als Dolmetscher zur Verfügung gestanden hat. Und natürlich einen großen Dank an Herrn Mishima selbst, der sich für uns die Zeit genommen und uns Rede und Antwort gestanden hat.

Anmerkung: Das Interview wurde mittels eines Dolmetschers geführt, sodass alle Antworten in dritter Person formuliert wurden. Für das Interview haben wir alle Antworten deshalb in Ich-Form geschrieben.


Japaniac: Highschool DxD ist nun ja bereits seit Februar diesen Jahres vollendet. Wissen Sie schon wie es nun weitergehen soll?

Mishima: Es gibt ja den Anime, den Manga und die Light Novel. Auch wenn der Manga beendet ist, geht die Light Novel noch weiter. Fans können daher zur Light Novel greifen, sofern sie wissen wollen wie es weitergeht.

Japaniac: An Highschool DxD sind Sie seit 2010 tätig. Erinnern Sie sich noch wie damals alles begann?

Mishima: Ich habe mich sehr gefreut. Es war der allererste Manga, den ich als Dauerauftrag hatte. Ich hatte jedoch auch etwas Angst davor.

Japaniac: Ihr Manga adaptiert ja die Light Novel von Highschool DxD; gab es bei der Umsetzung des Manga daher Probleme oder Diskussionen bei der Adaption oder lief das Ganze recht unproblematisch?

Mishima: Es gab zwischen dem originalen Autor und mir keine Diskussionen oder richtige Gespräche. Meistens lief die „Unterhaltung“ eher über Storyboards ab. Gerne dürfen Sie einen Blick darauf werfen.

Wir blättern etwas im Storyboard von Band 11

Storyboard
Das Storyboard | ©Hiroji Mishima

Ich inspiriere mich anhand der Novel und konzipiere daran das Storyboard. Dieses wird dann an den Autor und das Komitee weitergeleitet. Von denen wird es dann diskutiert und darüber entschieden, wo noch Anpassungen erfolgen müssen. Sobald es genehmigt wurde, werden daraus dann richtige Manga-Seiten.

Japaniac: Sofern wir wissen, war Highschool DxD nahezu Ihr erstes Werk. Wie kam es dazu? Hatten Sie von Anfang an diesen Erfolg erwartet, dass das Franchise derart viel Aufmerksamkeit bekommt, sich über mehr als 8 Jahre zieht und auch inzwischen bereits 4 Staffeln umfasst?

Mishima: Dieser Erfolg war eigentlich niemandem bewusst. Kein Beteiligter, also weder Redaktion, Editor, noch der originale Autor haben diesen großen Erfolg des Franchise erwartet.

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Japaniac: In High School DxD unterscheiden sich ja im Grunde alle Charaktere sehr voneinander, außer, dass alle nach und nach an Issei interessiert sind. Bei welchem Charakter fiel Ihnen die Umsetzung dessen Designs und dessen Art am schwersten?

Mishima: Rias und Akeno fallen mir dabei am schwersten. Die Schwierigkeiten kommen daher, da ich versuche beide Charaktere relativ identisch zu zeichnen und trotzdem dabei die Details, die sie unterscheiden, klar herauszustellen.

Live Zeichnen
Mishima-sensei beim Live zeichnen | © Hiroji Mishima

Japaniac: Lesen Sie selbst auch Manga? Wenn ja, welcher ist ihr Lieblingsmanga und Mangaka?

Mishima: Man muss dabei zwischen der Art des Lesens unterscheiden. Es gibt einige Manga, die ich professionell lese, um mir Inspiration zu holen oder zu lernen. Ich selbst lese aber auch privat Manga. Insbesondere das Magazin, in dem auch Highschool DxD erscheint (Dragon Age Comics), lese ich monatlich beim Erscheinen. Ansonsten gibt es viele Manga Apps bei uns in Japan. Dort lese ich auch ab und zu Manga.

Japaniac: Zeichnen Sie ausschließlich traditionell? Haben Sie es mal digital versucht? Was bevorzugen Sie?

Mishima: Ich zeichne ausschließlich digital.

Japaniac: Vielleicht können Sie uns auch folgende Frage zur Story beantworten: Wie kam es dazu, dass das Thema Schach in Highschool DxD eine so große Rolle spielt?

Mishima: Das Konzept des Schachs kommt vom originalen Autor der Novel. Daher kann ich dazu leider nichts sagen.

Japaniac: Haben Sie beim Zeichnen ein bestimmtes Ritual dem Sie nachgehen?

Mishima: Es gibt eine App, die sich „Posen-Maniacs“ nennt. Dort werden zufällige Posen von Menschen gezeigt, die man in 30 Sekunden skizzieren soll. Eine Art Übungs-App. Diese App nutze ich immer zum Vorbereiten und Warmzeichnen. Erst dann beginne ich meine eigentliche Arbeit.

Mishima-sensei zeichnet für uns einen Charakter und fragt ob wir einen Wunsch haben. Als wir dabei Asia sagten, beginnt Mishima-sensei zu lächeln und teilt uns mit, dass Asia auch sein Lieblingscharakter ist

Asia 1
Die Zeichnung für uns mit Signatur | © Hiroji Mishima

Japaniac: Zum Abschluss vielleicht ein paar Worte an Ihre deutschen Fans?

Mishima: Der Manga von mir ist zwar mit dem elften Band abgeschlossen, aber die Geschichte geht mit dem Anime und der Novel weiter. Ich wünsche all meinen Fans viel Spaß mit Highschool DxD.


Bitte beachtet, dass das Storyboard und die Zeichnung von Asia nur im Rahmen dieses Interviews verwendet werden dürfen. Sofern ihr diese teilen möchtet, teilt bitte das Interview im Ganzen. 

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