Am 03.12.2016 war das vorletzte Konzert der europäischen Tour von Her Name In Blood und es war super. Wir hatten auch ein Interview mit dem Bassisten der Band und wir erfuhren, was die guten und schlechten Seiten des Tourlebens sind. Wir hatten einen kleinen Einblick in die Einflüsse der Band und waren bei ein paar Antworten lustigerweise überrascht.

Wenn Her Name In Blood auf der Bühne stehen, merkt man sofort, dass sie geübt sind und sich sehr gut ergänzen. Ich selbst höre die Band schon seit einiger Zeit und habe immer gehofft, sie kommen endlich mal nach Deutschland. Ich bin keineswegs auf dem Konzert enttäuscht worden und hoffe sehr, sie kommen bald wieder.  Alles in allem kann man ein Konzert von der dynamischen Band aus Tokio nur weiterempfehlen. Es lohnt sich, danach zum Merchandise-Stand zu gehen und ein bisschen mit den Jungs zu plaudern, eventuell hat man dann auch die Chance, gemeinsam ein kleines Bierchen zu zwitschern. 😉


Unser Interview mit Makoto (Bassist) von Her Name In Blood

Eure erste Europa-Tour ist fast vorbei, richtig?
Ja, wir haben nur noch zwei Konzerte.
Mochtest du Europa?
Ja, natürlich.
Was war das beste Erlebnis auf dieser Tour?
Das gestrige Bremen Konzert. Es waren so viele Menschen auf dem Konzert.
Hast du ein bisschen Sightseeing gemacht?
Ja, wir hatten einen freien Tag in Tschechien und ich habe so viele Orte besucht. Es war alles neu für mich und ich habe auch sehr viele neue Biere ausprobiert. Am 29. November hatte ich in Österreich meinen Geburtstag. Es war ein unvergessliches Erlebnis für mich, weil jede Band mich auf der Bühne gefeiert hat, in der Art:“ Hey! Schaut euch diesen Typen an. Heute ist sein Geburtstag!“. Ich musste weinen (lacht).
Was ist der Unterschied zwischen europäischen und japanischen Konzerten?
Europäer sind lebhafter. Sie sind nicht schüchtern und die japanischen Besucher sind oft ruhig und schüchtern. Das ist der einzige Unterschied.
Im September habt ihr euer neues Album “Bakemono“ herausgebracht. Was ist dein Lieblingslied?
Wenn ich mir einen aussuchen müsste, dann wäre es “Wasting Away“, denn ich habe das komplette Lied selbst geschrieben. Den Songtext und die Musik. Dieses Lied wäre mein Favorit, ich hoffe ihr mögt es. (lacht)
Wie habt ihr euch kennen gelernt?
Als wir Sechzehn waren, haben Daiki und ich gemeinsam in einer Band gespielt (ich schätze so circa 2003). Damals hat Daiki auch gesungen und wir wollten trotzdem einen neuen Sänger haben, dadurch kam Ikepy zu uns und wir haben 2007 den Bandnamen auf “Her Name In Blood“ geändert. Das war der Start dieser Band. Wir hatten auch ehemailge Gitarristen und Drummer, aber Umebo hat sich uns 2008 angeschlossen und TJ in 2010.
Was war das beste und schlechteste Erlebnis für euch als Band?
Unser bestes Erlebnis war eindeutig diese Tour und unser schlimmstes Erlebnis ist eine lustige Geschichte. Ende 2013 tourten wir durch China und sind in zwei Taxen gefahren, ohne W-Lan. Drei von uns waren kurz davor verloren zu gehen (lacht). Es war superkalt, so um die -5°c in Beijing und wir waren kurz davor zu sterben (lacht). Ich liebe diese Geschichte und ich denke das ist echt unser schlimmstes Erlebnis.
Hast du irgendwelche Rituale bevor du auf die Bühne gehst?
Bier trinken und mich durch dehnen aufwärmen.
Ihr seid eine Rockband, ihr müsst trinken!
Ja, wir trinken auch viel. Ich nehme schon zu wegen dieser Tour (lacht).
Welche Bands haben euch inspiriert?
Das ist hart zu beantworten, weil jeder von uns von so vielen verschiedenen beeinflusst wurde, aber wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es Killswitch Engage. Wir alle mögen die.
Was ist deine aktuelle Lieblingsband?
Ich spiele zwar in einer Metalband, bin aber ein Nerd. I höre gerne Indie Rock wie z.B. “The 1975“ und “Jimmy Eat World“.
Mit wem würdest du gerne mal auf der Bühne stehen?
Killswitch Engage. Ich wäre gerne mit dem Gitarristen Adam Dutkiewicz befreundet.
Wenn du deine Bandkollegen beschreiben müsstest, wie würde das aussehen?
Ikepy ist der ruhigste und gelassenste. Er ist so japanisch, er spricht nicht viel, aber auf der Bühne ist er wie ein Biest.
Daiki ist ein interessanter Typ, weil er auch hauptsächlich unser Songwriter ist. Manchmal ist er ernst und manchmal macht er gerne Party. Einfach ein interessanter Typ.
TJ ist ein Arschloch (lacht). Er ist liebenswürdig, aber ich kann ihn nicht beschreiben… er ist ein verrückter Typ. Er spricht so viel und es macht keinen Sinn was er sagt.
Umebo ist mysteriös. Er mag poporientierte Outfits und man kann eigentlich kaum sagen was in seinem Kopf vorgeht. Er ist ein guter Drummer.
Und wie würdest du dich selbst beschreiben?
Ich bin ein Nerd. Ich koche gerne und schieße gerne Fotos mit meiner Kamera. Ich mag es auch, die Bilder und die Musik zu bearbeiten. I schaue gerne Filme und mein Lieblingsfilm ist „Forrest Gump“, ich mag einfach Tom Hanks.
Was war der schlimmste Job den du je hattest?
Ok, ich gestehe. Ich musste sechs Jahre lang in der Nachschicht eines „Konbini“ arbeiten. Es war so hart für mich, ich musste um 17 Uhr aufstehen und bin erst um 10 Uhr früh wieder schlafen gegangen. Es war eine schwere Erfahrung, aber gutes Geld.
Was sind die Ziele für eure Band?
Eine weltweite Arena-Headlinetour wie z.B. Metallica, Megadeth, Slayer, Kiss und Nickelback.
Wenn du jede Band für eure Headlinetour bekommen könntest. Welche würdest du als Vorband wählen?
Metallica, Crossfaith und Paramore.
Hast du eine Nachricht an eure Fans?
Bitte haltet eure Augen für uns offen. Ich denke wir werden im Frühling anfangen, an einem neuen Album zu arbeiten und ich bitte euch dieses dann anzuhören. Und ich hoffe wir können so bald wie möglich wieder zu euch zurückkommen.


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Das Interesse für Japan habe ich schon seit meinen Teenagerjahren und schreibe für mein Leben gerne. Ich bin ein riesiger Fan des J-Rocks und freue mich immer wenn ich neue Bands und Musiker entdecken darf.

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