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Interview mit David Füleki!

Dem Mangaka von Demon Mind Game!

David Füleki Interview – Teil 2

JPC: Um beim Zeichnen zu bleiben, inspiriert dich da irgendwas ganz besonders? Prägt dich irgendwas, dass du das so machst, wie du es machst?

David: Das, was ich grade lese oder was ich als letztes geguckt habe, hat mich als Kind immer extrem geprägt. Und heute entsteht sowas aus all den Einflüssen, die ich hatte und ich schon als Kind immer irgendwie nerdig unterwegs war. Da habe ich viele Comics gelesen, viel TV geguckt, Videospiele gespielt, all dieses Zeug. Es ist eine Mischung aus alldem.

Ansonsten inspiriert mich, wie jetzt dieses Wochenende, dass ich mich mit anderen Kollegen zusammensetzen kann und wir einfach mal quatschen und Ideen um die Ohren werfen.

JPC: Du hast es ja gerade kurz erwähnt, du hast viel gelesen, viel geguckt. Hattest du da einen besonderen Liebling?

David: Ja, alles. Ich hatte da keinen besonderen Schwerpunkt, als Kind habe ich alles aufgesaugt. Ich hatte da vielleicht fünf bis sechs Lieblingsserien gleichzeitig und jeden Monat kam dann etwas Neues hinzu. Ich war sehr leicht zu beeindrucken; heute bin ich da vielleicht ein bisschen strenger. Als Kind mochte ich immer alle möglichen Anime, ohne zu wissen, dass das Anime sind. Intuitiv hat mich da schon dieser Stil angezogen.

Diese Serien kennt wahrscheinlich niemand mehr, weil das alles Zeug aus den Siebzigern ist, und meine Kindheit lief dann eher auf ARD, ZDF und RTL2. Das ist dann wohl schon ein wenig in Vergessenheit geraten. Es gab da nichts, was mich besonders geprägt hat; alles, was ich irgendwie gut fand, das hat sich dann später in meinem Stil wiedergefunden.

JPC: Etwas, was die Leser auch ziemlich interessieren könnte, was würdest du denen sagen, die etwas veröffentlichen und Mangaka werden wollen?

David: Nebenbei was Ordentliches lernen. Es gibt echt nur Ausnahmen, dass man davon tatsächlich leben kann, aber das sind in Deutschland nur ganz wenige. Ich kann wohl von Comics leben, aber nicht von Manga. Es ist wichtig das zu betonen, denn man sollte sich nicht zu sehr auf dieses Traumgebilde verlassen.

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Es ist nicht verkehrt, noch nebenbei etwas Vernünftiges zu machen und dann mit ein paar Zeichnerkollegen eine Gruppe zu bilden, in welcher man sich gegenseitig Feedback geben kann. Dabei geht es nicht nur um Online-Gruppen, sondern dass man sich wirklich, vielleicht sogar in der eigenen Stadt, ein paar Freunde sucht, denen man da wirklich vertraut.

Und hört darauf, was ein Redakteur sagt, geht direkt zu einer Mappensichtung. Verlasst euch nicht einfach auf eine Online-Bewerbung, sondern sprecht mit dem Verlag. Ihr könnt auch gerne auf einer Convention oder Messe zu mir kommen, zu meinem Verlag Delfinium Prints und holt euch da Feedback ab. Und setzt das dann auch um, was ein Verlag sagt, denn es gibt nichts Schlimmeres als ein Tunnelblick: Wenn man selbst stur ist und sagt, dass das schon so am besten ist, wie man das gemacht hat.

Sowas zu akzeptieren ist ganz schwer, das war bei mir früher auch so. Aber je mehr ich dann den Leuten, welche es ja nur gut meinten, entgegen gekommen bin, umso höher waren die Erfolgschancen. Und so traurig das auch klingt: Man braucht ganz viel Fleiß. Man muss echt jeden Tag sechs bis 16 Stunden da rein investieren, dann klappt das auch bestimmt.

JPC: Dann bedanke ich mich mal im Namen der Leser für die vielen Tipps! Kommen wir nun zur nächsten Frage. Im Zuge meiner Recherchen bin ich auf eine gewisse Vorliebe deinerseits für Schnitzel gestoßen. Was steckt dahinter? Hinter dem Satz „I love Schnitzel“?

David: Ja, es schmeckt einfach gut! Ich glaube, es hat sich so verselbstständigt. Jetzt kommt es raus: So krass ist meine Vorliebe für Schnitzel gar nicht. Ich esse alles total gerne, aber Schnitzel, das Wort klingt irgendwie sympathisch, das passt irgendwie perfekt in jeden Lebenslauf. Ich runde einfach alles mit einem Spruch über Schnitzel ab, dann wissen die Leute schon Bescheid über mich.

JPC: Also ist „I love Schnitzel“ eher so ein Markenzeichen von dir?

David: Ach ja, von mir aus, die Leute dürfen es gerne dazu machen! (lacht)

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2000

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