,,Hexen, Werwölfe und haarige Männer?“ Manga-Review: Lupus in Fabula

© Kamineo

Hexen, Werwölfe und mysteriöse Fälle für das FBI … Nein, das ist nicht Akte X, sondern eine neue Geschichte von Kamineo. Macht euch gefasst auf Spannung, Übersinnliches und wie es sich im Nachwort finden lässt: auf eine Geschichte ,,voller haariger Männer“. Seid gespannt!

Handlung

Agent J. arbeitet für das FBI. Aber nicht in der Abteilung für Mordfälle, oder was man dabei vermuten würde. Nein, Agent J. bearbeitet die Grenzfälle: Hexen, Werwölfe, alles was paranormal und mysteriös ist. Hinzu kommt seine mysteriöse neue Partnerin Ace, welche mehr zu wissen scheint, als er vermuten würde …

Die Handlung von Lupus in Fabula erinnert zwar auf den ersten Eindruck hin stark an gewisse FBI-Serien mit ähnlicher Thematik, jedoch bemerkt man schnell, dass der Manga sich vom ersten Eindruck wieder stark abhebt und dann doch ganz anders ist als erwartet. Lustig, unterhaltsam und eine Prise Spannung in Kombination mit geheimnisvollen Vorkommnissen machen Lupus in Fabula zu etwas einzigartigem!

Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass Übernatürliche Wesen wie zum Beispiel Werwölfe hier nicht nach Klischee gejagt oder als von Grund auf bösartige Wesen bekannt sind, sondern als ganz normaler Bestand des Alltags im Leben eines FBI-Ermittlers eingefügt werden. Wertung 9,5

Zeichenstil

Sehr viel Charakter und Gefühl steckt in der Art und Weise, wie Lupus in Fabula gestaltet wurde. Auffällig waren vor allem die Punktschraffierungen, welche in mehr als der Hälfte des Bandes verwendet wurde. Besonders gut gelungen ist die Charaktergestaltung, jeder Charakter hat seine gewisse Ernsthaftigkeit und trotzdem schlägt dies oftmals in (niedlichen) Humor um.

Warum das gut ist? Die Handlung wird so ein wenig lustiger und aufgelockert, trotzdem geht der volle Ernst der Handlung nicht verloren. So kommt es zum Effekt eines ernst zu nehmenden Handlungsverlaufs, welcher viel Humor beinhaltet. Eine tolle Kombination! Wertung 9

Perspektive

Es existiert kein Erzähler, nicht einmal von den Hauptpersonen Agent J. und Ace erfährt der Leser, was in ihren Köpfen vorgeht. Da keine Gedanken aufgeführt werden und auch kein Erzähler das Geschehen näher erläutert, wird der Leser schon beinahe in die Handlung integriert.

Man findet sich selbst als Teil der Geschichte wieder, was dazu einlädt selbst mit zu ,,ermitteln“, was sich als äußerst interessant herausstellt. Somit entscheidet der Leser für sich selbst, auf welcher Seite der Geschehnisse er sich positionieren möchte, da er nicht zu stark von einem Erzähler oder den Hauptfiguren beeinflusst wird. Wertung 10 

Fazit

Kamineo entführt uns mit Lupus in Fabula in eine außergewöhnliche Geschichte, welche fasziniert, überrascht und einen zum Miträtseln verführt. Jedes Klischee für übernatürliche Wesen wird abgeworfen und in einem neuen Blickwinkel gezeigt.

Mystery-Liebhaber und kleine Laytons sollten auf jeden Fall mal einen Blick in Lupus in Fabula riskieren, es lohnt sich garantiert!

 

Überblick der Kriterien
Handlung
9.5
Zeichenstil
9
Perspektive
10
Mein Name ist Katharina, und ich schreibe für gewöhnlich Manga-Rezensionen. Derzeit mache ich eine Ausbildung in einer Stadtbibliothek. Mangas haben mich immer fasziniert, in meiner Kindheit bis hin zu meinem Beruf. Sie brachten mir immer Magie, Faszination und großen Diskussionsstoff mit meiner besten Freundin. Neben den Mangas bin ich Instantnudel- und Espressovernichter mit Leidenschaft, ich zeichne gerne aber verbringe auch mal gern einen Nachmittag nur mit Serien.