Am 17. April fand in den Gärten der Welt in Berlin das Kirschblütenfest statt. Zum zehnjährigen Jubiläum wurden die Erwartungen hochgeschraubt und dieses Fest mit wachsender Neugier erwartet. 

Am besten erreichte man die Gärten der Welt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln; Parkplätze waren dort stark begrenzt. Der Bus hielt direkt vor der Anlage. Einmal ausgestiegen, landete man direkt in der Warteschlange, in der man relativ viel Zeit verbrachte, bis man an sein Ticket kam. Für Unterhaltung während des Wartens sorgte eine asiatische Trommlergruppe, welche traditionelle Tänze aufführte.

Hatte man die Wartezeit erst einmal überwunden, konnte man sich über die Schönheit der Gartenanlage freuen. Die gepflegten Gärten, die zu jeweils einem Thema authentisch hergerichtet werden, boten eine wunderschöne Fotokulisse vor allem für die Cosplayer.

Für das leibliche Wohl sorgten dieses Jahr kleine Stände mit einem kleinen, jedoch feinen Angebot an kulinarischen Speisen. Neben Yakitori, Melonpan, Salaten, Taiyaki konnte man auch Onigiri erstehen. Der Stand Nigi aus Berlin bot auf dem Kirschblütenfest verschieden gefüllte, köstliche Reisdreiecke an.

Es fanden sich nicht nur asiatische Speisen auf diesem Event: Auch auf Klassiker, wie die Bratwurst und Pommes wurde nicht verzichtet.

Lokal verteilt konnte man an verschiedenen Ständen interessante Dinge entdecken. So präsentierte Zhang Lei ihre Tuschemalerei und Kalligraphie und lädt auf ihrer Homepage zum Mitmachen ein.
Des Weiteren stellten sich verschiedene Kampfsportklubs vor und führten die eine oder andere Aufführungen oder sogar Schnupperkurse direkt vor Ort durch. Unter ihnen standen zum Beispiel der KENSHINKAI BERLIN e. V. sowie der Kunstkampfsport-Club e. V. mit viel Informationsmaterial zu der jeweiligen Kampfsportart zur Verfügung.
Ebenfalls konnte man den traditionellen Klang eines Shamisen vernehmen, gespielt von einer jungen Dame, welche ebenfalls einem Verein angehört: Dem Schamisen Berlin e. V., der sich damit befasst, das Spielen dieses asiatischen Instruments zu lehren.
Schaute man in den Himmel, so fielen sofort kleine, an eine Schnur gekettete Drachen auf, die sich im Wind wiegten. Drachen-Zauber, so hieß der Stand, an dem man diese erwerben konnte, präsentierte die kunstvoll gestalteten Werke in voller Pracht. Hatte man nicht die Gelegenheit, besagte Drachen zu erstehen, kann man das online nachholen.

Die verschiedenen Gärten

Japanischer Garten:
Der Japanische Garten war ziemlich überfüllt und es bildete sich eine Schlange vor dem Eingang, welche mit viel Wartezeit verbunden war.
Hatte man es dann doch hinein geschafft, erwarteten einen die Klänge einer Drachenflöte.

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Japanischer Garten

Chinesischer Garten:
Im Chinesischen Garten konnte man sich bei einer Tasse Tee entspannen und den Blick über die wunderschön gestaltete Anlage schweifen lassen. Im Gegensatz zum letzten Jahr, erschien es dieses Jahr trister, nicht so liebevoll serviert wie man es sonst gewohnt war, was den Tee allerdings nicht unbedingt schlechter schmecken lässt.

Mit einer Fläche von 2,7 Hektar ist der Chinesische Garten aktuell der größte im Vergleich zu den anderen Grünflächen. Im Zentrum befindet sich ein 4.500 Quadratmeter großer See, umgeben von verschiedenen Brücken und Gebäuden, welche allesamt zum Fotografieren einladen.

Chinesischer Garten Pavillon

Koreanischer Garten:
Ebenfalls eine tolle Fotokulisse bietet der Koreanische Garten. Mit seinen ca. 4.000 m² ist er nicht ganz so flächenreich wie der Chinesische Garten, hat jedoch eine schöne Landschaft zu bieten.

Koreanischer Garten

Orientalischer Garten:
2.600 m² groß und ganz im Stile der islamischen Architektur: Dieser Garten ist neben der großen Pflanzenvielfalt und der Springbrunnenanlage der „Saal der Empfänge“, welcher sich durch kunstvoll verzierte Säulen und Bögen sowie bunte Fliesen auszeichnet, was im Licht, welches durch die Glaskuppel scheint, wundervoll zur Geltung kommt.

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Bau der Gärten:
Die Tropenhalle mit dem Balinesischen Garten (geplante Fertigstellung April 2017) und der Italienische Renaissancegarten befinden sich im Umbau sind derzeit geschlossen.

Fazit

Das Kirschblütenfest wirkte im Vergleich zu den Vorjahren und auch in Anbetracht des zehnjährigen Jubiläums eher enttäuschend. Alles schien zurückgefahren und dezenter gestaltet zu sein und war insgesamt kleiner und weniger.

Die Gartenanlage war gepflegt und es lohnte sich wirklich allein zum Fotografieren einen Besuch zu wagen, jedoch nahmen nicht alle Besucher Rücksicht auf die Pflanzen, sogar für den Zutritt gesperrte Bereiche wurden einfach betreten und so kam es, dass das ein oder andere Beet nicht mehr ganz so schön aussah.

Man sollte sich auf jeden Fall einmal die Zeit nehmen und Die Gärten der Welt besuchen und in Ruhe durch jeden Garten schlendern.

Das Kirschblütenfest ist eigentlich ein tolles Event, um sich mit asiatischen Spezialitäten auseinanderzusetzen und die Kirschblütenzeit zu genießen. Viele ortsansässige Vereine bieten die Möglichkeit sich zu informieren und bei größerem Interesse sogar mitzumachen.

Eine Art Tag der offenen Tür der asiatischen Kultur.

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