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Im ersten Teil der Serie „Perfektion im Detail“ haben wir euch die Wirkung von Hintergrundmusik erklärt. Heute nehmen wir uns das Ending einer Anime-Serie vor und erklären euch, wie ein Ending einen gelungenen Anime formt!

Gut, zugegebenermaßen werden sich jetzt einige denken: Skip ich sowieso! Doch dann sollte man sich erst recht die Frage stellen, warum es eigentlich Endings gibt. Das Offensichtliche zuerst.

In der Regel werden bei Fernsehserien, Filmen und Computerspielen im Abspann die Credits gezeigt. Dazu zählen nicht nur die Darsteller und Produzenten. Interessierte finden dort auch Drehorte, Musikstücke oder das Urheberrecht.

So weit, so gut, aber Anime sind anders. Keine Namen, die über schwarzen Hintergrund fliegen, sondern Animation in Verbindung mit Musik… also Kunst. Aus diesem Grund haben Endings mehrere Funktionen, die sie erfüllen.

Der gelungene Abgang

Die Leere nach einer gelungen Episode – das hatte jeder von euch sicher schon einmal nach einer Folge. Berechtigt, denn Anime haben in ihrer Struktur ein großes Problem: ihre Länge. Während in Game of Thrones pro 60 Minuten eine kleine „Binnenhandlung“ zur eigentlichen, großen Erzählung geschaffen wird, kann dies ein Anime in der Regel nicht. Er endet oft mitten im Spannungsbogen und schließt mit einem Cliffhanger ab (in der Regel zieht sich ein kurzer Handlungsstrang über 3 Folgen).

Gegen dieses Problem können gute Endings helfen, indem sie die Handlung abrunden, beziehungsweise den Zuschauer beruhigen. Dazu braucht man keine poppigen Lieder, wie bei Openings. Ein emotionales Genre (als Beispiel wären hier Re:Zero ED 2 Stay Alive oder Overlord 2 ED Hydra) oder einfach ein „gute Laune“-Beat wie bei Kekkai Sensen.

Alles ist möglich. Klar, dies mag nicht bei allen Folgen der Fall sein. Dennoch ist ein Ending als eine Art Schlussglocke ideal. Oft wird der Song bereits in die Handlung mit eingebaut, was eine passende Finalstimmung erzeugt.

Der billige Füller

Ihr hasst Fillerfolgen? Sehr gut. Dann werdet ihr diese Vorgehensweise auch hassen. Versetzt euch einmal in die Rolle eines Regisseurs bzw. in die Rolle eines Produktionscommittees. Ihr habt begrenztes Budget, seid sowieso unterfinanziert und hinkt dem Vorproduktionszeitplan Tage hinterher. Wie wollt ihr es schaffen, dass der Anime noch rechtzeitig in der nächsten Season läuft?

Natürlich könnte man eine Folge kürzen, was aber andere Probleme bereitet. Warum macht man nicht ein 2:30 Ending ohne wirkliche Animationen, welches man lieblos ans Ende jeder Folge hängen kann?

Genau das geschieht bei einigen Anime. Denn auch dazu werden Endings missbraucht: Um sich noch ein paar Minuten Zeit zu erschwindeln. Jeder von euch kennt wahrscheinlich so einen Anime, in dem das geschieht. Aber gut, wer kann es ihnen übel nehmen. Denn eine Minute Animation kann schon mehrere tausend Euro kosten. Deshalb nimmt man sich oftmals das unterschätzte Ending vor.

Fazit

Das unscheinbare Ende. Zum einen kann es eine gute Serie perfektionieren. Kann aber genau so gut als Füller missbraucht werden. Zu guter letzt lässt sich aber sagen, dass der Abspann in Anime besonders ist, wenn nicht sogar einzigartig.

Stimmt ihr uns zu? Was bedeutet euch die Musik in Anime? Was ist euer Lieblingsending? Lasst es uns doch in den Kommentaren wissen!

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AoiDaisy
Gast
AoiDaisy

Siehe die Erklärung in Gintama 😂😂😂😂😂😂

Lucas S.
Mitglied
Lucas S.

Opening und Ending sind für mich feste und wichtige Bestandteile von Anime und werden, ebenso wie Filler-Episoden, bei mir nicht geskippt.

Yuki
Gast
Yuki

Die einzigen Ending die ich gehört habe sind von Free Staffel 1 und Staffel 2 und von Bungo Stray Dogs „Namae o yobu yo“

Sam
Gast
Sam

Es gibt sogar Anime, wo das Ending besser ist als das Opening. Ich liebe zum Beispiel das Ending von „B – The Beginning“ (Netflix), ich konnte es kein einziges Mal überspringen.

Danke für diesen klasse Artikel.