Aluminium Ball Challenge Japan

In den letzten Wochen flutete ein Trend die japanischen sozialen Medien im Sturm. Dabei beruht der Hype auf einfacher Aluminiumfolie. Was das genau zu bedeuten hat, erfährst du hier.

Kaum ein Produkt ist in den japanischen Supermärkten derzeit so gefragt wie Aluminiumfolie. Denn diese ist elementar für eine derzeitige Internet-Challenge in Japan. Ziel ist es, aus Aluminiumfolie einen Ball zu formen und den so lange zu komprimieren und zu schleifen, bis dieser glatt und glänzend ist. Wir haben es uns nicht lumpen lassen und diesen Trend für euch einfach ausprobiert. Das Ergebnis könnt ihr im folgenden Video sehen:

Warum ein Aluminiumball?

In Japan gibt es schon seit langem das Geschicklichkeitsspiel aus Materialien glänzende Kugeln zu formen. Verwurzelt ist dies vermutlich im Spiel kleiner Kinder aus Schlamm eine Kugel zu formen und diese glatt zu polieren. Diese Schlammkugeln haben sogar einen eigenen Namen – Dorodango (泥だんご, dt. aus Matsch gepresster Ball).

Die Idee für eine Kugel aus Aluminium kam jedoch von einem Atelier für Silberschmuck namens Puchuco (puchuco.jp). Dieses hat auf deren Twitter-Kanal am 01. März 2018 die erste Aluminiumkugel gepostet, die die ganze Challenge gestartet hat.

Daraufhin haben hunderte Japaner mitgemacht und ihre Ergebnisse in Form von Fotos oder Videos hochgeladen bzw. gepostet. Einige haben die Challenge sogar abgeändert oder einen Schritt weiter getrieben. Hier zum Beispiel der YouTuber Hikaru mit seiner goldenen Kugel:

Aber das ist erst die Spitze des Eisbergs. Eine Gruppe Japaner hat einen ganzen Raum + Bewohner in Aluminiumfolie eingepackt. Das Ergebnis ist beeindruckend:

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Sogar einen Aluminiumkrieg findet man auf YouTube, bei dem die einzige Waffen Aluminiumfolie ist:

Es gibt noch viele weitere dieser genialen Videos unter dieser YouTube-Suche.

Nicht der erste Internet-Trend aus Asien

Im Januar 2018 wurde eine Szene aus der US-amerikanischen Serie „Riverdale“ zum Grund für die Karma-is-a-Bitch-Challenge, bei der sich Personen vor der Kamera als hässliches Entlein inszenieren und dann plötzlich wunderschön werden. Dieser Trend fing in China auf der chinesischen App-Plattform Dou Yin an (ähnlich zu Musical.ly) und wurde ebenfalls weltweit bekannt.

 

 

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Ehemals studierte ich Japanologie und Sinologie in Frankfurt. Mittlerweile bin ich im (Online-)Marketing international aktiv und leite den Japan-Bereich der EpicCon (epiccon.de). Japaniac startete als Hobby, um meine Zuneigung zur japanischen Kultur auszuleben. Dabei werde ich von Gleichgesinnten unterstützt!

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Dmitrij Gi
Gast
Dmitrij Gi

Hahahaha 👌

Ronja Baumung
Gast
Ronja Baumung

🤦🏻‍♀️