Heute wollen wir uns mal mit einem etwas anderen Thema beschäftigen. Anstatt mal wieder ein leckeres Gericht zu zaubern, werfen wir einen Blick auf die klassischen und typischen Zutaten der Japanischen Küche.

Hier also einmal unsere Top 10 der Zutaten, die ihr im Haus haben solltet, wenn ihr mal wieder Japanisch Kochen wollt.

1. Reis

Ganz klar, der Klassiker der Asiatischen Küche. Fast jedes Gericht schmeckt mit Reis gleich doppelt so gut. Dabei gibt es hier so viele Sorten, dass einem schon fast schwindelig wird. Hierbei lege ich euch für die meisten Japanischen Gerichte den Rundkornreis ans Herz. Eine Unterart hiervon ist beispielsweise auch der Sushi Reis. Diese Sorte zeichnet sich dadurch aus, dass sie beim Kochen viel Stärke abgibt und dadurch nach der Zubereitung klebrig wird.

Falls ihr aber nur eine Beilage zu eurem Gericht sucht, könnt ihr auch ganz normalen Basmatireis verwenden.

2. Sojasauce

Sojasauce ist nicht gleich Sojasauce. Wer sich da schon einmal durchprobiert hat weiß wovon ich spreche. Hauptsächlich gilt es dabei zu beachten, dass es helle und dunkle Sojasauce gibt.

Die dunkle wird z.B zum Marinieren von Fleisch und zum Würzen von Speisen verwendet, die geschmacklich stärker sein sollen, da sie unter anderem salziger ist als ihr helleres Gegenstück. Diese ist wiederum leichter im Geschmack und bräunt die Speisen dabei nicht so stark.

3. Miso / Paste aus Sojabohnen

Eines der charakteristischen Gewürze in der japanischen Küche ist die halbfeste, leicht feuchte Paste aus gegorenen Sojabohnen. Es gibt so viele verschiedene Miso-Arten, dass es den Artikel hier sprengen würde.

Für die meisten Gerichte verwende ich eine einfache helle Misopaste. Das ist aber Geschmackssache und kommt auch stark darauf an ob ihr irgendwelche Unverträglichkeiten habt (so gibt es beispielsweise auch Miso mit Weizen). Angebrochene Packungen müssen immer gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden, weil Miso auf Sauerstoff reagiert. Länger als einen Monat solltet ihr so eine Packung nicht benutzen.

4. Sake / Japanischer Reiswein

Hierbei ist die günstige Variante zum Kochen gemeint. Sein Alkoholgehalt liegt bei ca. 15%-17%.

Als Getränk ist dieser Sake aber ungenießbar, weswegen er nur zum Kochen eingesetzt wird.

5. Mirin / Süßer Reiswein

Mochi-gome ist eine sehr stärkehaltige Reissorte und daraus gewonnener Reiswein wird in Japan auch Hon-Mirin genannt. Trinkt ihn Bitte niemals pur! Mirin wird ausschließlich zum Kochen oder Würzen verwendet. Sein Alkoholgehalt liegt zwischen 13% und 22% und sein Zuckergehalt zwischen 25% und 38%.

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Wenn ihr euch schon mal gefragt habt warum viele japanische Gerichte leicht süßlich schmecken – Mirin ist ein Grund dafür.

6. Su / Essig-Reisessig

Japanischer Reisessig enthält in der Regel zwischen 3% und 5% Essigsäure.

Essig verwendet man z.B für die Zubereitung von Tsukemono – eingelegtem Gemüse. Davon isst der durchschnittliche Japaner reichlich! Ein guter Apfelessig ist aber zur Not auch völlig in Ordnung, wenn ihr etwas einlegen wollt.

In Deutschland findet man überwiegend Sushi-Essig für die Zubereitung von Sushi-Reis. Der Reisessig für Sushi ist etwas dunkler und enthält noch zusätzliche Gewürze.

7. Goma Abura / Sesamöl

Das Öl hat einen unverkennbaren Geschmack, ist reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält viel pflanzliches Eiweiß. Damit kann man sowohl seinen Salat als auch einfach gebratenes Gemüse oder Reis eine asiatische Note verleihen. Auch zum Anbraten von Fleisch eignet sich das Öl hervorragend und ist in der Regel nicht nur aromatischer, sondern auch gesünder als das herkömmliche Sonnenblumenöl.

8. Goma / Sesam

Ebenfalls ein Klassiker der Japanischen Küche. Fast jedes Gericht enthält entweder Sesam oder kann damit „aufgehübscht“ werden. Oft röstet man die Körner vorher noch an, damit sich ihr gesamtes Aroma entfalten kann.

9. Wasabi / Japanischer Meerrettich

Hierzulande meist als Paste oder Pulver bekannt, ist der Scharfe Meerrettich oft unverzichtbar für viele Japanische Rezepte. Auch hier gibt es viele unterschiedliche Sorten, von Höllisch scharf bis hin zu „relativ“ mild. Wer schon einmal zu viel Wasabi auf seinem Sushi Röllchen hatte, weiß wovon ich rede. Die meisten Sorten, die man hier im Supermarkt kaufen kann, haben aber eine angenehme Schärfe für unseren Geschmack. Trotzdem gilt; lieber sparsam verwenden.

10. Dashi Brühe

Dashi ist eine Brühe, die vielen Speisen als Grundlage dient. Ihr könnt das in etwa mit unserer Gemüsebrühe, Hühnerbrühe oder Rindfleischbrühe vergleichen. Durch das Einkochen enthält man eine leckere Suppe, die die Basis für viele Gerichte ist.

Diese gibt es sowohl aus getrocknetem Fisch oder in der Vegetarischen Variante aus getrocknetem Seetang. Teuer und nicht immer einfach zu bekommen ist eine Flasche mit der Brühe in konzentrierter Form, weswegen ich meistens zu dem getrockneten Pulver greife und dieses mit Wasser aufgieße. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern verbraucht auch keinen Platz im Kühlschrank und wird nicht schlecht.

Was haltet ihr von unserer Liste? Fehlt euch noch eine Zutat ohne die ihr euch die Japanische Küche nicht vorstellen könntet?

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Dominik D.
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was ist mit tofu?