© cinematoday

Wie vor Kurzem berichtet, gab „Detektiv Conan“ Mangaka Aoyama Gosho in seinem Buch zum 30. Jubiläum Details zum Schaffenssprozess des Mangas preis. Es gab nicht wenige Fans, die schlichtweg erstaunt über den enthaltenden Arbeitsplan waren.

An fünf von sieben Tagen in der Woche zeichnet Aoyama Manga für rund 20 Stunden pro Tag. Er nimmt sich gerade mal drei 15-minütige Pausen, und das auch nur um zu essen. Selbst Schlaf kommt an diesen Tagen zu kurz, da er nur 3 Stunden täglich schläft, und das nicht mal bei sich zu Hause. Ein kurzes Nickerchen hier und da für 30 Minuten kommt schon ab und an vor, trotzdem ist das noch lange nicht ausreichend. Wenn die Arbeit aber mal wieder überhand nimmt, dann wird das Mittagsschläfchen auch mal schnell über Bord geworfen.

Man sollte meinen, dass sich Aoyama immerhin das Wochenende Zeit zum Entspannen nimmt, aber auch hier falsch gedacht. Für das Wochenende nimmt er sich oft neue Storyboards vor, an denen er pro Tag ca. 8 Stunden arbeitet. Gnädigerweise erlaubt er sich selbst doch immerhin 12 Stunden Schlaf, die nach so einer arbeitsintensiven Woche wohl gut investiert sind. Neben dem Essen räumt er sich mit vier Stunden noch etwas Privatsphäre ein, in der er gerne Kan Colle spielt.

Arbeiten tut er jedoch nicht allein. Er hat sechs Assistenten, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Obwohl sie nicht den gleichen Arbeitsplan wie Aoyama haben, ist auch ihrer nicht zu unterschätzen. Es scheint eine familiäre Atomsphäre vorzuherrschen, da sie sich gegenseitig um sich kümmern.

Alle drei Wochen kommt dann auch noch ein Meeting hinzu, in dem es sich um Änderungen des Storyboards oder neue Ideen dreht. In einem typischen Monat arbeitet Aoyama ca. drei Wochen ausschließlich an den Storyboards und den Zeichnungen. Die restliche Woche bereitet er sich dann für den Zyklus der kommenden Woche vor.Das Jubiläumsbuch handelt aber nicht ausschließlich von seinem überladenden Arbeitsplan, sondern auch, wie seine Karriere 1986 begann und sie sich bis heute entwickelt hat. Sogar Aoyamas Editor nahm an einem sechs-stündigem Interview teil, um den Entstehungsprozess von Detektiv Conan genauer darzulegen. Fans bekommen so einen Einblick hinter die Kulissen des erfolgreichen Mangaka, wie er lebt und arbeitet. Um seine Karriere zu feiern, haben sich 20 befreundete Mangaka in dem Jubiläumsbuch, mit Glückwünschen und Zeichnungen, verewigt.

Auch interessant:  Neue E-Manga von Egmont ab sofort erhältlich

Neben Aoyama gibt es dennoch viele weitere Mangaka, die einen genauso straffen Zeitplan besitzen. Eiichiro Oda (One Piece) äußerte sich, dass er gerade mal 3 Stunden täglich schläft. Zudem kann er es sich nicht erlauben, sich auch nur einen Tag in der Woche frei zu nehmen. In einem früheren Interview sagte er sogar, dass er für One Piece sterben würde.

Werbung
QUELLEAnime News Network
Seit 16 Jahren begleiten mich Manga und Anime auf meinem täglichen Lebensweg. Nicht zu selten ist es schon passiert, dass ich deshalb neuen Platz in meiner Wohnung schaffen musste. Derzeit studiere ich Anglistik und Germanistik. Eine meiner größten Leidenschaften gilt dem Verfassen von Texten, hauptsächlich Fanfiction, die natürlich auch auf Anime basieren.

12
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
2000

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Wendy Young
Gast
Wendy Young

Viel zu viel 😞

Melissa Cinatl
Gast
Melissa Cinatl

Ja dan gibts wieder die Fans die flennen wenn ein Manga pausiert… Echt traurig was Mangakas leisten (müssen)

Mariella Morodo
Gast
Mariella Morodo

Laura womit wir wieder beim thema wären😄

Nina Bathe
Gast
Nina Bathe

Wahnsinn…
Wenn ich bedenke, dass er sich jeden Mordfall bis ins kleinste Detail auch noch ausdenken muss..
Respekt!

Melanie Dürbeck
Gast
Melanie Dürbeck

Das kann man wahrscheinlich nur durchstehen, wenn man sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Wenn es einem total Spaß macht, dann verstehe ich, dass man länger als üblich arbeiten möchte. Aber dennoch sollte man genug schlafen, essen und sich bewegen als Ausgleich bzw auch mal was anderes sehen. Sonst rächen sich irgendwann Körper und Geist 🙁

Sophia Reschke
Gast
Sophia Reschke

Wie ist denn sowas überhaupt möglich, das sind keine Arbeitsbedingungen – egal wie gut jemand bezahlt wird.

Mariano Di Gonario
Gast
Mariano Di Gonario

Also 14h am Tag, Sonntag inklusive… 😐😵

Stephanie Daria Kahl
Gast
Stephanie Daria Kahl

So sehr ich Conan liebe… mir wäre es lieber er hätte „nur“ einen 10 Stunden Tag und würde sich etwas Zeit für sich gönnen

Kathi Rich
Gast
Kathi Rich

Das bekommt von mir Erstaunen :O aber gleichzeitig auch Kopf schütteln 🙁 Auch wenn es den Menschen Spaß machen mag – wissen sie nicht was sie sich damit gesundheitlich antun. Aber Japaner wieder. Die stehen ja sowie so unter diesen enormen Leistungsdruck.

Gregor Menegoni
Gast
Gregor Menegoni

Und trotztem passiert meist das gleiche in seinen mangasXD
Er sollte seine zeit besser einteilen.

Sebastian Nissen
Gast
Sebastian Nissen

Wahnsinn diese Akkord-Arbeit und das meine ich nicht unbedingt im positiven Sinne…