Traurigerweise besitzt das Artland Studio laut der Teikoku-Datenbank keinen einzigen Yen mehr und muss daher Insolvenz anmelden. Ist das das Aus für das Studio?

Laut der Teikoku-Datenbank hatte das Studio bereits Ende Dezember 2016 rund 2,3 Millionen Euro Schulden. Das Studio Artland existiert seit 1978 und war für etwa zwei Dutzend Anime hauptverantwortlich und in weitere Anime-Produktionen teilweise involviert. 2013 hatte das Studio Einnahmen von rund zwei Millionen Euro, und wurde 2015 vom Videospiel- und Anime-Produzenten Marvelous! aufgekauft.

2016 hingegen lagen die Einnahmen nur noch bei rund 161.000 Euro und über 90% der Studio-Arbeiten wurden über externe Unternehmen erledigt. Der letzte Anime, für den das Studio zuständig war, ist bekannt als Seven Mortal Sins, welcher hierzulande bei Crunchyroll läuft.

Zu weiteren bekannten Anime, für die sie zuständig waren, zählen unter anderem:

  • The Super Dimension Fortress Macross
  • Katekyo Hitman Reborn!
  • Demon King Daimao
  • Bokura ga Ita
  • Mushi-Shi

Mit insgesamt 751 Insolvenzen im Juni 2017 zählt das Studio nur als eine von vielen Unternehmen. Doch für die Anime-Industrie ist dies ein Verlust an Vielfalt. Ob Marvelous! das Studio mittels finanzieller Hilfen retten wird, ist bislang nicht bekannt. Doch sieht es trotz der jungen Übernahme schlecht für weitere Hilfen aus, da das Unternehmen keinen Profit macht.

Werbung
QUELLEAnime News Network
Stellvertretender Chefredakteur bei Japaniac. Zuständig für Gewinnspiele oder andere Specials. In meiner Freizeit habe ich nichts gegen eine entspannte Runde an der Konsole. Leidenschaftlicher Anime-Fan und nerdiger Otaku seit mehreren Jahren.
avatar
2000

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.