Japanische Anime-Produzenten haben sich auf die Crowdfunding-Plattform Kickstarter gewagt, um einen Anime zu finanzieren. Doch kurz vor Schluss steht das Projekt auf der Kippe.

Eine Spielekonsole, ein Smartphone oder auch ein einfacher Kartoffelsalat – durch Crowdfunding wurden schon viele Projekte finanziert. Nun wagen sich auch japanische Anime-Produzenten an den Versuch, ihr lieb gewonnenes Projekt durch die Fans zu finanzieren. Doch dies scheint schwieriger als gedacht.

580.000$, also etwa 440.000€, ist die Zielsumme bei Kickstarter. Damit soll eine 24-minütige Episode eines neuen Anime namens Under the dog finanziert werden. Neben Produktion und Post-Production werden noch eine Menge anderer Kostenpunkte genannt. Doch bisher kamen gerade mal 307,321$ zusammen. Also etwas mehr als die Hälfte.

Da allein 232.000$ als Kickstarter-Gebühren, Amazon-Payment-Gebühren und Spenderbelohnungen abgezogen werden, bleiben für die Produktion der Anime-Episode 348.000$. Das entspricht dem Preis einer hochqualitativen Episode. Der übliche Preis für eine 30-minütige Anime-Episode liegt bei 100.000-300.000$. Wobei die Hauptkosten immer in der Animation liegen.

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Ein interessanter Fakt ist, dass die Projektleiter dank der Transparenzregelung für Crowdfunding ihre Kosten aufgeschlüsselt haben. Daraus gehen die aktuellen Kosten für eine Anime-Produktion in Japan hervor. Demzufolge kann eine 24-minütige Animation schon mal 350.000$ kosten. Der Trailer, den man auf der Crowdfunding-Seite anschauen kann, hat allein schon 100.000$ gekostet. Die Aufschlüsselung hat auch verraten, dass neben den Spenden der Plattform auch andere Gelder hineinfließen, da schon im Vorhinein Geld ausgegeben wurde.

Das Projekt schließt in 8 Tagen ab. Ob die Zielsumme zusammenkommt ist fraglich. Doch wurden schon öfter zum Ende hin vermehrt Spenden angenommen. Den Trailer zum Anime mit einem ersten Ausschnitt könnt ihr auf der offiziellen Crowdfunding-Seite anschauen. Ein mutiger Schritt wurde den Produzenten jedenfalls schon von allen Seiten zugesprochen.

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