Der israelische Starkoch Mosche Segev war mit der Zubereitung des Menüs beauftragt. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Shinzō Abe sowie die Ehefrauen beider Politiker bekamen als Dessert vier Pralinen in einem Herrenschuh gereicht.

Der Besuch von Shinzō Abe, Japans gegenwärtigem Premierminister, in Israel sollte die diplomatischen Beziehungen beider Nationen weiter verstärken. Nach dem Treffen der beiden Regierungsoberhäupter ist die Situation nun angespannt. Der Grund dafür sind vier Pralinen, welche in einem Schuh auf dem Tisch Abe und dessen Gattin angeboten wurden. In Japan kulturell absolut nicht vertretbar.

Selbst aus europäischer Sicht ist ein Schuh auf einem Tisch wenig appetitanregend, doch besonders im kulturreichen Japan ist ein Schuh äußerst empfindlich zu behandeln. Daher liegt es nahe, dass eine Verbindung mit Lebensmitteln nicht nur als unrein wahrgenommen wird, sondern auch auf diplomatischer Ebene als Affront verstanden werden kann.

In Japan werden Schuhe bereits bei dem Betreten des Hauses und auch beim Betreten von angesehenen, teils traditions- oder prestigewürdigen Institutionen sorgfältig gewechselt – das gehört zur Etikette und ist mehr als erwünscht. Zudem gehören Schuhe in keinem Kulturraum auf den Tisch.

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Der Koch, welcher das Mahl zubereitete, gibt sich dagegen aktuell gelassen. Er rechtfertigt seine Art der Präsentation des Nachtischs damit, dass der Schuh kein tatsächlicher Schuh sei, sondern eine Skulptur eines namhaften Künstlers. Ein Bild des Schuhs lud er auf seinem offiziellen Instagram-Account hoch.

Die Kritik blieb dementsprechend nicht aus. So fühlen sich viele Japaner brüskiert und sind dementsprechend wenig begeistert von Israels Dessertvorschlag. Ein japanischer Diplomat sprach gegenüber einer israelischen Zeitung von dem Gefühl einer Beleidigung der japanischen Bevölkerung im Namen des Staatsoberhauptes.

Israelische Diplomaten bezeichnen das Dessert unterdessen als „banale“ und „unsensible“ Handlung seitens ihres Landes. Auch das Staatsfernsehen teilt heftige Kritik aus.

Eine Stellungnahme der japanischen Regierung liegt gegenwärtig nicht vor. Jedoch ist davon auszugehen, dass der japanische Premierminister und dessen Gattin, Akie Abe, mehr als nur irritiert gewesen sein dürften.

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QUELLEWashington Post
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Lyco Chan
Gast
Lyco Chan

Ist das Kunst oder kann das weg?
Also echt, wie die kleinen Kinder. Das Präsentationsdesign ist absolut bescheuert, aber deswegen angepisst zu sein genauso. Vorallem wenn man aus dem Land kommt, das Brausedrinks in Minitoiletten verkauft.

Yvonne Vogler
Gast
Yvonne Vogler

Interkulturelle Kompetenz: 6, setzen!

Kuro Yuki
Gast
Kuro Yuki

Zugegeben es sieht nicht Lecker aus. Aber der Japanische Regierungsheini und seine Frau sollten mal ihr Land begutachten. Japaner die auf kleine Mädels ( Lollis stehen). Liebe unter Geschwister ist auch kein zugedeckten Blatt mehr. Frauen tragen Büsche zwischen den Beinen, weil die das sexy finden. Es gibt sogar Vagina Perücken, hallo? Auch die Art wie die sich verhalten, wenn mal eine Familie Probleme Finanziell hat, werden die plötzlich von den Nachbarn ignoriert oder Leute die ihren Job verloren haben und auf der Straße betteln, ist für die Japaner beschämend, aber hinterfragen nicht, warum und weshalb. Solche Situationen ignorieren viele,… Weiterlesen »

Ferhat Als
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Ferhat Als

Was will man auch anders erwarten von einem Land voller Kindermörder und Tyrannen.

Carsten Hotzel
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Carsten Hotzel

Absolut verständlich. Überhaupt keine akzeptable anrichte für Speisen. 🙄

Rebecca Koitka
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Rebecca Koitka

Ich glaub, ich hätt demjenigen den Latschen an den Kopf geworfen… Wäh

Du
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Du

Schlimm was die wieder veranstalten