Der Anime Coppelion, der in Japan den Nerv der Zeit trifft, hat es nun auch nach Deutschland geschafft. KAZÉ hat den Anime nun lizenziert.

Japans Gesellschaft reagiert noch immer empfindlich auf die Dreifach-Katastrophe 2011, bei der ein Tsunami, ein Erdbeben und das Reaktorunglück in Fukushima simultan stattfanden. Doch am 02. Oktober 2013 brachte das Studio GoHands den Anime über eine Kernschmelze ähnlich Fukushima in das japanische Fernsehen. Eigentlich sollte die Anime-Serie schon 2011 anlaufen, doch kam eine tatsächliche Kernschmelze dazwischen, die die Produktion ruhen ließ.

Grundlage bildet der Manga von Tomonori Inoue, der seit 2008 im Monthly Young Magazine erscheint. Bisher sind 21 Bände veröffentlicht worden und es ist noch kein Ende in Sicht. Die 13-teilige Anime-Serie fand trotz, oder eben aufgrund, der Parallele zur Realität großen Anklang. Die Mischung aus CGI-generierten Fahrzeugen und liebevoll detailierter Animation tragen dazu wahrscheinlich bei.

KAZÉ bringt den Anime im Frühjahr 2015 als DVD und Blu-ray auf den deutschen Markt.

Handlung

Wir schreiben das Jahr 2016. Eine Kernschmelze verstrahlt den gesamten Großraum Tokyo und 90% der Bevölkerung kommen dabei ums Leben. Die Stadt wird abgeriegelt und die verbliebene Menschheit zieht sich in die nicht verseuchten Gebiete zurück. 20 Jahre später betreten drei Mädchen die verbotene Zone. Sie sind Coppelions, Teil einer militärischen Sondereinheit: Genetisch modifizierte Menschen, die gegen die Radioaktivität immun sind und spezielle Fähigkeiten entwickelt haben. Nachdem die Japanischen Selbstverteidigungskräfte ein Notsignal aus Tokyo erhalten haben, sind die Coppelions nun auf der Suche nach Überlebenden. Doch das angebliche „No Man’s Land“ ist nicht so leer, wie sie dachten, und diejenigen, die die Katastrophe tatsächlich überlebt haben, sind nicht unbedingt begeistert davon, „gerettet“ zu werden. Bevor die Mädchen sich versehen, finden sie sich in einem actionreichen Kugelhagel wieder.

Image: © Tomonori Inoue/Studio GoHands 

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QUELLEKAZÉ/NEWSLETTER
Ehemals studierte ich Japanologie und Sinologie in Frankfurt. Mittlerweile bin ich im (Online-)Marketing international aktiv und leite den Japan-Bereich der EpicCon (epiccon.de). Japaniac startete als Hobby, um meine Zuneigung zur japanischen Kultur auszuleben. Dabei werde ich von Gleichgesinnten unterstützt!

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