Im Fontanehaus Berlin findet jedes Jahr gegen Ende Oktober/Anfang November entweder die MMC (Mega Manga Convention) oder die AniMaCo statt. Beide Veranstaltungen wechseln sich jährlich ab und finden unabhängig voneinander statt. Nachdem sie 2004 zum ersten Mal veranstaltet wurde, entwickelte sich die AniMaCo im Laufe der Jahre zu einem großen Erfolg und gehört nun zu einer der größeren Conventions in Deutschland.

Vom 28.10.2016 bis zum 30.10.2016 öffnete das Fontanehaus Berlin die Pforten und lud unter dem Motto „DEIN STERN GEHT AUF!“ ein. Die AniMaCo lockte ihre Besucher erneut mit einem vollen Programm, vielen Zeichnern sowie zahlreichen Händlern.

Die Homepage ist übersichtlich gestaltet und liefert alle Informationen, die man für die Anreise sowie den Aufenthalt benötigt. Zusätzlich kann man dort seine Tickets vorbestellen, was zu empfehlen ist, da diese schnell ausverkauft sind. Ferner noch werden dort alle Programmpunkte, Ehrengäste, das Bühnenprogramm und Wettbewerbe bekanntgegeben. Die Anmeldung zu den Contests erfolgte ebenfalls über die Homepage der AniMaCo.

Die Anfahrt ist simpel und wird sowohl auf der Homepage, als auch auf der Facebookseite genauestens erklärt, sodass sich dort keine Schwierigkeiten ergeben dürften.

Das Fontanehaus ist unschwer zu erkennen, zumal sich davor dutzende Cosplayer versammeln. Dieses Jahr gab es keine Bänder ums Handgelenk, sondern richtige Karten, die in von KAZÉ gesponserten Lanyards mit Schlüsselbändern verwahrt werden konnten. Zudem gab es ein Programmheft, in dem alle wichtigen Informationen zusammengefasst wurden. Unter anderem standen dort die Hausordnung, Kostümregeln, Waffenregeln sowie allgemeine Hinweise drin.

An der Garderobe im Untergeschoss konnte man gegen einen kleinen Obolus seine Sachen abgeben, um die Hände wieder frei zu bekommen.

p1040149Es gab einen Waffencheck, der überprüfte und entgegennahm, was nicht auf die Convention gehört, um es dem jeweiligen Besucher wieder auszuhändigen, sobald er das Gebäude wieder zu verlassen plante. Dort in der Nähe befand sich ein „Cosplay-Erste-Hilfe-Stand“, der mit fachkundigen Cosplayern den verzweifelten Besuchern mit Rat und Tat zur Seite stand, sollte mal eine Naht gerissen sein oder etwas zu kleben galt. Dieser Stand erwies sich als äußerst nützlich, schließlich kann auf einer Veranstaltung einiges schiefgehen und da ist man für jede Hilfe dankbar.

p1040241Die AniMaCo bot massig an Unterhaltung an, sodass man gar nicht alles an einem Tag bestaunen konnte. Allein die Specials sorgten für ausreichend Beschäftigung: Wer kann schon einem Bällebad widerstehen? Eine spannende Schnitzeljagd und die Fotoaction schickten die Besucher übers Gelände.  Zusätzlich gab es „Glamourstationen“, die zu einem lustigen Selfieshooting einluden. Zudem konnten die besten Selfies gewinnen und auch bei der Schnitzeljagd konnte man tolle Preise abräumen.

Vollgepackt wie die Programmliste war auch die Gästeliste. Als Ehrengäste konnte man Jamie-Lee Kriewitz (Voice of Germany Gewinnerin), Kerbera, eine schwedische Alternative Ambient Rockband und Shinji Schneider antreffen. Ebenfalls anwesend waren viele Synchronsprecher, unter ihnen auch Max Felder und Torsten Münchow, die für Autogramme sowie Fragerunden rund ums Synchronsprechen auf der Showbühne bereitstanden.

Showgruppen, wie Horo, Para Para Connection, Back on Stage, Kira Kira Hikaru, All Stars, Tsuki no Senshi, Daijoubu, Naruto Rap Society, Serenata, Ikimashô, Mocchi Complexx sorgten mit einem satten Bühnenprogramm auf der Hauptbühne für ausgelassene Stimmung.

Sayuri, Komplexx Teufelchen, Chocolate Music, Ongaku no Kara unterhielten die Besucher mit wundervollen Gesangseinlagen.

Die Showbühne befand sich zwischen den Händlern und unter der Leitung von OtakuTV. Auf ihr fanden Talkshows und Interviews mit den Ehrengästen statt. Es gab eine Jamie-Lee-Fragerunde, Showgruppen- sowie Solokünstlerkonferenzen, auch Synchronsprecher beantworteten die Fragen ihrer Fans.

Ein Contest der besonderen Art spielte sich auf eben dieser Bühne ab: Ein Nudelschlürfen-Contest! Wer seine Portion zuerst vertilgt hat, gewann diese Challenge. Für die Zuschauer bot sich ein lustiges Schauspiel.

Für hungrige Mägen wurde perfekt vorgesorgt: Im Cateringbereich standen typisch japanische Gerichte, Onigiri, Taiyaki, Onigiri, Crêpes an der Crêpestation, Bubbletea und viele weitere Gerichte zur Auswahl und wem das nicht reichte, der konnte sich im Maidcafé von hübschen Maids bedienen lassen. Cupcakes, Waffeln, Melon-Pan, aber auch herzhafte Speisen, wie Curry-Pan oder Omuraisu ließen die Gourmetherzen höher schlagen. Besucher mit Laktose- oder Glutenunverträglichkeit sowie Vegetarier, Veganer wurden berücksichtigt und brauchten sich nicht zurückhalten.

p1040212Ebenfalls wurden Polaroidfotos mit einer Lieblingsmaid als Erinnerung angeboten.

p1040265Die erste Etage war bestückt mit zahlreichen Programmpunkten zum Mitmachen. Kaum noch kommen Events ohne Karaoke aus und so hatte auch die AniMaCo einen Karaokeraum, in dem sich die Besucher nach Herzenslust gesanglich austoben konnten. Wer sein Können unter Beweis stellen wollte, konnte sogar an den Karaoke-Contests teilnehmen.

p1040228Wer sich dem Singen nichts abgewinnen konnte, fand genügend andere Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Im Gamesbereich konnte man sich in verschiedenen Videospielen miteinander messen und sogar zu Wettkämpfen gegeneinander antreten.

Für die analogen Spieler gab es einen RPG-Bereich, wo noch ganz klassisch ohne Konsole Abenteuer allein durch das Erzählen der Handlungen der jeweiligen Charaktere erlebt wurden. Die RPG-Runden wurden unterstützt vom Nexus e.V., ein seit 20 Jahren bestehender, gemeinnütziger Verein aus Berlin, der sich mit verschiedenen Arten von Rollenspielen beschäftigt.

Traditionell ging es im Go-Bereich zu. Auch zu diesem strategischen Brettspiel wurde ein Contest veranstaltet.

p1040237Langeweile gab es auf dieser Convention nicht! Unzählige Workshops lockten mit interessanten Themen zu Schnupperkursen ein. Unter fachkundiger Anleitung konnte man unter anderem etwas über das Fotografieren beim Foto-Zirkel lernen, oder seine Origamifertigkeiten auffrischen. Beim Synchro-Workshop zeigte die Synchronsprecherin Moira May (Yosuga no Sora), worauf es beim Synchronsprechen ankommt. Ebenfalls gab es einen Bodypaint Basiskurs, den bekannten Bentô-Workshop, verschiedene interessante Vorträge und vieles mehr.

Auf der AniMaCo waren viel Fotografen unterwegs. So auch das Cosbase-Fotostudio. Hier konnte man sich so richtig in Szene setzen. Die Fotos konnten am nächsten Tag schon kostenlos auf deren Homepage gedownloadet werden, oder gar vor Ort, gegen einen kleinen Obolus von 1,00 €, ausgedruckt werden.

Sailor Moon–Fans kamen ebenfalls auf ihre Kosten. Das Team der deutschsprachigen Community zu „Sailor Moon – Das Mädchen mit den Zauberkräften“ war zu Gast auf der AniMaCo mit einer faszinierenden Sailor Moon Merchandise-Ausstellung. Alle Produkte konnten beim Partner Figuya erstanden werden.

p1040253Eclipse Arts, Lii Yu, Otomo-san, Linh Pham, Miyuli und viele andere Zeichner waren auf der AniMaCo anwesend und boten ihre Kunstwerke zum Verkauf an oder zeichneten in ConHons. Ab und zu bot sich sogar die Gelegenheit für einen kleinen Plausch.

Animexx, MMC, DeDeCo, KAZÉ sowie Kokoro Reisen, um einige zu nennen, informierten an ihren Ständen über zukünftige Events und beantworteten allgemeine Fragen.

Alles, was das Herz begehrt und noch vieles mehr gab es im Händlerareal! Die große Anzahl an Händlern (unter ihnen auch J-Store-Berlin, japan-input, Rune, Mademoiselle Opossum) und deren vielseitiges Angebot sorgten für ein einmaliges Shoppingerlebnis.

p1040163Selbst das Bring & Buy durfte nicht fehlen, bei dem man seine nicht mehr benötigten Sachen verkaufen und somit Geld für neue Dinge verdienen konnte. Auf der Showbühne gab es sogar eine Bring & Buy – Auktion.

Über zwei Videoräume verteilt konnte man sich ein wenig bei seinen Lieblingsanimes entspannen oder sich für neue Werke begeistern. Hier liefen Anime, wie Attack On Titan, Yosuga No Sara, Yuri!!! On Ice sowie Hellsing – The Dawn, um einige zu nennen.

Fazit

Das Bühnenprogramm war atemberaubend, allerdings konnte es schon einmal passieren, dass man lange anstehen muss, um überhaupt einen Platz zu bekommen. Die Schlange konnte sich locker mal bis zum Ausgang erstrecken und erschien den restlichen Besuchern schon als störend.

Einmal ganz nah an seinem Idol sein – Auf der AniMaCo hatte man die Chance dazu. Fragerunden, Interviews, Autogrammstunden, Fanstände: Es war alles da und in greifbarer Nähe.

Zahlreiche Workshops, ausladendes Anime-Kinoprogramm oder auch Fotoshootings sorgten für ausreichend Beschäftigung.

Zudem ist das kulinarische Angebot auf dieser Veranstaltung äußerst stilgerecht, vielseitig und kostete einem nicht die Welt.

Die AniMaCo ist eine großartige Convention, die viel zu bieten hat. Allein das Angebot an Händlern und Programmpunkte war überragend. Ein Tag allein reichte kaum aus, um alles einmal gesehen zu haben. Definitiv lohnt es sich, alle 3 Tage dieser Veranstaltung mitzuerleben. Das Angebot ändert sich mit jedem Event und wird auch nach dem dritten oder vierten Besuch keineswegs langweilig.

Die AniMaCo ist eine zeitlose Convention, welche hält, was sie verspricht.

 

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Katzenliebhaberin. Cosplayerin. Eigenwillig. Da ich eh ständig am Meckern bin, dachte ich mir, dass das doch für irgendetwas gut sein muss. Als Rezensent auf Japaniac unterwegs und immer am Nörgeln und Diskutieren - Das bin ich.

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