5 Horrorgeschichten Japans 三( ゚Д゚)

Jedes Land hat sie. Diese Mythen und Legenden, die einfach jeder kennt. Auch in Japan sind manche Straßenmythen so populär, dass sie es bis nach Europa schaffen. Wir haben euch mal einen kleinen Ausschnitt dieser mitgebracht. Aber Achtung! Sie könnten Alpträume verursachen …

1Die Okiku-Puppe

Die Legende besagt, dass ein Junge namens Suzuki Eikichi im Jahre 1918 eine Puppe in der Einkaufsstraße von Sapporo, der Tanuki-Koji-Straße, gekauft hat. Er schenkte sie daraufhin seiner kleinen zwei Jahre alten Schwester Okiku. Sie verliebte sich sofort in die Puppe im Kimono und weißem Gesicht.

Ein Jahr später starb Okiku jedoch plötzlich an einer Erkältung. In Gedenken an sie stellte die Familie einen Altar im Zuhause auf, wie es in Japan üblich ist. Auch die Puppe fand neben der Urne ihren Platz auf dem Altar und hörte von da an zu, wie die Familie für die Tochter betete.

Kurze Zeit später bemerkte die Familie, dass das Haar der Puppe länger wurde. Sie waren verwirrt und erschrocken und zogen so Mönche des Mannenji Tempels aus der Umgebung zu Rate. Diese meinten, der Geist des Mädchens lebe nun in der Puppe. Die Haare wurden bis zu 25cm lang und trotz regelmäßigen Haarschnitts wuchsen sie auf die besagte Länge.
Als die Familie wegzog, ließen sie die Asche und die Puppe bei den Mönchen, die sie bis heute bewachen.

Gruselig ist, dass sogar ernsthafte Forschungen mit der Puppe betrieben wurden und man herausfand, dass es sich bei den Haaren um die eines echten Kindes handelt.

2Hitobashira

Hitobashira, auch bekannt als die menschliche Säule, ist die Menschenopferung im vormodernen Japan, als man Menschen noch lebendig unter Bauwerken begraben hat, um die Götter zu besänftigen, damit das Gebäude nicht einer Naturkatastrophe oder Feinden zum Opfer fällt. Die Menschen glaubten, die Hitobashira würden als Wächter die bösen Geister bekämpfen.

Der berühmteste Fall eines Hitobashira stammt aus dem Bau der Burg Matsue in Matsue, in der Präfektur Shimane. Die Burg wurde inmitten des 17. Jahrhunderts gebaut und hatte einige Schwierigkeiten, da die Mauern des Öfteren einbrachen. Das Menschenopfer sollte das Fundament festigen, damit die Wände halten.

Für die Opferung gingen die Wachen der Burg auf das Bon Matsuri, ein Fest für verstorbene Seelen, und nahmen die schönste Tänzerin mit. Sie töteten sie und begruben sie in einer Wand. Die weiteren Bauarbeiten verliefen daraufhin gut.

Doch wann immer ein junges Mädchen in den Straßen Matsues tanzt, fängt die Burg an zu beben. Seitdem ist das Tanzen in Matsue verboten.

3Aka Manto

In öffentlichen Toiletten Japans existiert die Legende, dass es in der letzten Kabine spukt. Aka Manto ist der Geist dieser Kabine und fragt dich mit mysteriöser Stimme, ob du blaues oder doch lieber rotes Toilettenpapier hättest.

Wenn du Rot sagst, schlitzt Aka Manto dich auf, bis deine Kleidung rot gefärbt ist. Sagst du jedoch Blau, wirst du gewürgt, bis dein Gesicht blau anläuft. Jeder Versuch, Aka Manto auszutricksen, indem man nach einer anderen Farbe fragt, führt dazu, dass er dich in die Unterwelt zieht.

Nur wenn du dankend ablehnst, verschont dich der fragende Geist.

4Teke Teke

Einer Legende nach fiel eine junge Schülerin auf die Gleise einer U-Bahn und wurde am Bauch in zwei geteilt. Ihr Oberkörper wandert bis heute durch die Straßen mit einer Säge oder Sense und überfällt unschuldige Menschen und schneidet diese in zwei Hälften, damit sie nicht mehr alleine sein muss.

Einer Geschichte nach wollte ein Junge spät abends nachhause gehen und sah dabei ein junges und hübsches Mädchen, dass mit den Ellenbogen auf dem Fensterbrett eines Klassenzimmers gestützt hinaussah. Sie lächelten sich an. Der Junge wunderte sich, was ein Mädchen in einer reinen Jungenschule zu suchen hat. Doch bevor er weiter darüber nachdenken konnte, sprang das Mädchen raus und zeigte den fehlenden Teil ihres Körpers.

Der Junge stand vor Schreck erstarrt und konnte nicht wegrennen. So hat sie auch ihn in zwei Hälften zerschnitten. Dann krabbelt sie wieder weg und macht das Geräusch (teke teke), dass ihr ihren Namen gab.

5Kuchisake Onna

Kuchisake Onna ist eine großgewachsene Frau, die nachts mit einer Atemschutzmaske durch die Gegend läuft. Das klingt ja noch normal, da diese Masken gerne in Japan getragen werden, wenn man erkrankt ist. Aber bei dieser Frau ist nichts normal.

Diese Frau hält dich an (bevorzugt Kinder) und fragt: „Bin ich schön?“ Wenn du mit Nein antwortest, holt sie eine Schere heraus und schneidet dir den Kopf ab. Sagst du dagegen Ja, zieht sie ihre Maske ab und enthüllt ihren von Ohr zu Ohr aufgeschlitzten Mund. Dann fragt sie noch einmal und wenn du noch immer Ja sagst, schneidet sie auch deinen Mund so weit auf. Sagst du Nein, schneidet sie dich in zwei Hälften.

Es gibt keine Möglichkeit ihr zu entkommen, da sie immer wieder vor dir auftaucht. In den 70er-Jahren fand man eine Frau tot auf. Sie wurde dabei gesehen, wie sie kleinen Kindern nachgerannt ist, als sie plötzlich von einem Auto erwischt wurde. Der Mund der Leiche war von Ohr zu Ohr aufgeschlitzt.

Weitere Geschichten:

5 Horrorgeschichten Japans (Teil II)
5 Horrorgeschichten Japans (Teil III)

Ehemals studierte ich Japanologie und Sinologie in Frankfurt. Mittlerweile bin ich im (Online-)Marketing international aktiv und leite den Japan-Bereich der EpicCon (epiccon.de). Japaniac startete als Hobby, um meine Zuneigung zur japanischen Kultur auszuleben. Dabei werde ich von Gleichgesinnten unterstützt!